Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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Karte. Er ſah in ihm ſein eigenes Selbſt, aber nur jenes erdgeborene, dem Schmerze verfallene Selbſt, über das ſich die Seele frei emporſchwingt. Seine eigenen Kämpfe waren überſtanden, er ſah den Proceß in jenem ſich fortſetzen, und ſeine Bruſt hatte nur noch Raum für das leidenſchaftliche Intereſſe an den ſelbſtſtändigen Zuckungen ſeines Spiegelbildes. Es war ihm jetzt gleich⸗ gültig, daß ſeine auffallende Theilnahme an dieſen ſtummen Vorgängen ihn verrathen mußte, er konnte ſich von dem Jünglinge nicht trennen, und als dieſer endlich wie ein Schlafwandelnder ſich langſam entfernte, folgte er ihm nach.

Als Arthur in die Loge trat, ſah die Majorin dem Tanze zu. Unter den wildtönenden Klängen der Muſik bemerkte ſie ihn erſt, als ſie dicht hinter ſich das Geräuſch ſeines Säbels und ſeiner Schritte hörte. Sie nahm faſt gar keine Notiz von ihm. Wie es ſchien, fühlte ſie ſich von ſeinem unaufmerkſamen Benehmen verletzt. Arthur ſtellte ſich neben ſie; er hatte das Bewußtſein, daß ein einziges Wort aus ſeinem Munde mehr als hinreichend war, ihm vollſtändige Verzeihung zu erwirken. Aber er war keines Wortes fähig, er beſaß nicht einmal die Geiſtes⸗ ſammlung, um darüber zu entſcheiden, ob er die Wahr⸗ heit ſagen dürfe oder nicht. Währenddeſſen öffnete ſich die Logenthür von neuem und leiſe trat der rothe Domino