Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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bleibt, ihren ſchneegleichen Arm auf den Rand ſtützt und träumeriſch in das kryſtallene, von fallenden Tropfen be⸗ wegte Gewäſſer blickt. Sie nahm ſich aus wie eine wunderliebliche Blume am Ufer eines Sees; etwas Aehn⸗ liches dachte auch wohl der ſchwarze Domino, denn er

blieb, von dem Anblick gefeſſelt, auf der andern Seite

des Baſſins ſtehen und blickte unverwandt nach ihr. Da ſah er etwas Glühendes unter ihrer dunklen Larve, etwas Glühendes, das ſich von den fallenden Tropfen langſam zu ihm erhob es waren ihre Augen.

Arthur ſah es nicht, wie ſich der ſchwarze Domino der ſchönen Maske näherte, wie er ſie anſprach und ihr den Arm anbot, den ſie zögernd annahm; aber der Domino im feuerrothen Mantel ſah es, denn er ſaß auf derſelben Stelle, wo Arthur vorher einem Geſpräche gelauſcht hatte, und als der ſchwarze Domino mit der altdeutſchen Dame ſich entfernte, erhob ſich ſchnell der rothe und ging ihnen nach.

Inzwiſchen hat Arthur, der mit der Majorin den Saal durchſucht, eine ſeltſame Pein auszuſtehen. Es iſt ihm, als ſchmiege ſich der Arm ſeiner Begleiterin enger und enger an den ſeinigen. Es wird ihm ſo heiß unter der Maske, er weiß nicht, iſt es Ernſt oder Scherz, aber er wünſcht ſie unter dem Gedränge zu verlieren.

Allein ſie hält feſt zu ihm; keine noch ſo wilde Ver⸗ 12*