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verſtecken, durch die er uns täuſchen wollte, um uns doppelt zu überraſchen?“
„Doctor Arle hätte wohl Urſache, auf Ueberraſchungen für uns zu ſinnen“, ſagte Arthur, faſt verſtimmt,„denn wir ſcheinen ihm nur zu ſehr Kinder zu ſein. Ich fange an, den Doctor für einen Menſchenfeind zu halten. Er ſcheint dem Gefühle der Freundſchaft völlig unzugänglich. Ueberall weicht er mir aus, ſeit er zu bemerken ſcheint, daß ich ſeinen nähern Umgang ſuche. Dankbarkeit hält er für ein ſo lächerliches Ding, daß man ihm gar nicht damit kommen darf. Als ich einſt darauf anſpielte, wel⸗ chen unſchätzbaren Dienſt er Ihnen geleiſtet habe, wies er mich geradezu höhniſch zurück, indem er kalt und ver⸗ ächtlich bemerkte, was er gethan habe, würde jeder andere Arzt ebenfalls gethan haben. Ich war faſt beſchämt.“
„Aber er iſt gut“, ſagte Roſa, die eine der Smaragd⸗ agraffen an ihrem Kleide zwiſchen den Fingern drehte, ner iſt herzensgut und Sie dürfen ihm nicht grollen.“
„Wie? Auch dann nicht, wenn er mir Unrecht thäte?“
„Dann noch viel weniger, denn ſonſt würden Sie ja nur die Geſinnungen derer theilen, die ſich von ihm verletzt glauben und nie ablaſſen, ihn zu verkennen. Und wenn er mir ſelbſt das größte Leid zufügte, ich würde trotzdem nicht aufhören, ihn zu—“
„Lieben?“ ergänzte Arthur, als Roſa ſtockte.


