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ebenfalls dort finden, machte er von der Gefälligkeit des Oberregiſſeurs Gebrauch. Er wurde von der Majorin auf das zuvorkommendſte aufgenommen und fehlte an keinem ihrer Geſellſchaftsabende, wo er auch regelmäßig Roſa traf.
Ueber AJugenderinnerungen ſprachen beide ſeit der Unterredung, die wir im vorigen Kapitel gaben, nicht wieder. Arthur fühlte eine Art heiliger Scheu, auf jene Scene nur im geringſten anzuſpielen, gleichſam als habe Roſa im Schlafe geweint und geſprochen und ihm die Hand gedrückt und werde es im wachen Zuſtande nicht Wort haben wollen. Vielleicht dachte Roſa daſſelbe von Arthur.
Nicht einen Augenblick vergaß Roſa neben dem Jugend⸗ geſpielen ihren Freund Arle. Nach wie vor ruhte auf ihm ihr Auge mit der frühern ſtillen Innigkeit, nach wie vor zeigte ſie ihm die alte vertrauensvolle Unter⸗ werfung, wo Arthur nur auf ſchelmiſche Blicke trifft und dem holden übermüthigen Widerſpruche ihrer Lippen be⸗ gegnet.
Roſa kannte den Doctor als eine jener empfindſamen Naturen, die errathen ſein wollen. Sie wußte, daß er nie einen Wunſch ausſprach; man mußte ihn in ſeiner Seele leſen. Was man ihm nicht freiwillig anbot, ver⸗ ſchmähte er. Er litt lieber Unrecht, weil er es unter


