Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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„Ich habe mir's nachträglich überlegt“, ſchluchzte Roſa,„es lag in vielen Ihrer Worte eine bittere Krän⸗ kung für mich. Ich weiß jetzt Alles, ich weiß auch, wie Sie von mir denken. Aber ich habe es nur meiner Mutter zu Liebe gethan.“

„Roſa“, flüſterte Arthur überwältigt,„das waren doch ſchönere Zeiten, als wir noch Kinder waren!“

„Es waren ſchönere Zeiten“, hauchte Roſa und ein zitternder Athemzug entwand ſich ihrer Bruſt.

„Roſa“, ſagte Arthur, den Mund an ihr Ohr leh⸗ nend und nach ihrer Hand ſuchend,„wenn wir ſie zurück⸗ rufen könnten!“

Jetzt hatte er die Hand gefunden, und indem er ſie ſtürmiſch drückte, beugte er ſich wieder zu ihrem Ohre herab und fuhr leiſe fort:„Wir können ſie zurückrufen.“

Sie ſah ihn noch immer nicht an, ſie ließ im Gegentheil das Köpfchen tiefer auf ihre Bruſt ſinken, aber ſie ſchien Arthur's Anſicht zu theilen, indem ſie den Druck ſeiner Hand leiſe, ganz leiſe erwiderte. Mehr wollten die Beiden für heute mit einander nicht ſprechen. Erſt als Arthur ein gutes Stück von ihr entfernt war und ſich noch einmal umſah, hatte Roſa ihr Haupt erhoben und ſah ihm nach. Und Arthur nahm das unbeſchreiblich ſüße Bild ihres verſchämt und träumeriſch ſich zu Boden ſenkenden Auges noch mit ſich fort.