Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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Ja, antwortete Liddy, aber es klang wie eine mit Gleichgültigkeit herausgeſtoßene Lüge.

Und biſt Du mit Erlaubniß Deiner Mutter hier?

Ja, war die Antwort, und ſie trug wieder den Charakter einer gleichgültigen Lüge an ſich.

Geh hinüber, ſagte die Rendantin,und frage Deine Mutter noch einmal, Du haſt ſie vielleicht nur falſch verſtanden.

Liddy verließ gleichgültig das Zimmer und man ſah ſie dann über die Straße nach Hauſe gehen.

Der Rendant öffnete das Fenſter, um die friſche Morgenluft zu genießen, und es dauerte nicht lange, ſo hörte man ein lautes heftiges Geſchrei, wie es unfolg⸗ ſame Kinder bei körperlichen Züchtigungen gewöhnlich auszuſtoßen pflegen. Der Rendant wandte ſich zu ſeiner Frau und Arthur um und deutete unter einem ver⸗ ſtändnißvollenAha! mit dem Finger nach den Fenſtern der Frau Stubenrauch hinüber.

Später trat aus dem Hauſe ein kleines, ſauber ge⸗ waſchenes und gekämmtes Mädchen in einem einfachen grauen Kattunkleide. Es trug ein Körbchen unter dem Arme und verſchwand damit in dem nahen Bäckerladen.

In dem kleinen Mädchen erkannte die Rendanten⸗ familie Liddy.

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