dummpfiffigem Lächeln die ehrwürdigen Oelportraits der
Großältern, um dann laut ſeine Gloſſen darüber zu machen; der Roſenſtock wird von einem hinterdrein fah⸗ renden Droſchkengaule beſchnüffelt, und der Wandſpiegel ſtrahlt wohl gar das Bild eines vorüberziehenden Leichen⸗ conducts zurück.
Man kann von dem wandernden Ameublement auf den Grad von Wohlhabenheit ſeines Beſitzers mit viel größerer Sicherheit ſchließen, als dies innerhalb der vier Wände der Fall ſein würde, die dem Hauswirthe gehö⸗ ren, wo freundliche Tapeten und geſchmackvolle Anord⸗ nung die Dürftigkeit verdecken..
In vielen Fällen begegnet man einer ärmlichen Halb⸗ heit: verſeſſenen Sophapolſtern neben einem neuen ele⸗ ganten Sorgenſtuhle, deſſen Knöpfe in der Sonne fun⸗ keln; ſchlecht geleimten Stuhlbeinen neben dem Mahagoni⸗ Nähtiſch der Hausfrau; ſchlecht geflicktem Bettzeug, um⸗ ſtricktem Kochgeſchirr, wurmſtichigen Rollpulten neben einem Jacaranda⸗Flügel. Noch häufiger aber hat man Urſache, ſich zu fragen, wer die ſchwellenden Ottomanen, die auf Rädern gehenden Fauteuils, die zierlichen Damen⸗ ſchreibtiſche und hundert andere prächtig gearbeitete Ge⸗ genſtände häuslichen Comforts, die wir durch die Schau⸗
fenſter der zahlreichen Möbelmagazine bewundern, eigent⸗
lich kauft.
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