Teil eines Werkes 
2. Theil (1823)
Einzelbild herunterladen

234 Wort des, die Sache ganz genau uͤberden⸗ kenden Geiſtlichen.—„Alſo die Erſchei⸗ nung ſtieg uͤber der Stadt auf, glaͤnzte dort feſtſtehend mehrere Minuten, und zog ſich dann oͤſtlich gegen Aſien hin?“ fragte der Mufti.—„Ja. So war es!“ ant⸗ wortete Mahomed uͤnruhig. Selima und Ibrahim beſtaͤtigten dieſe Ausſage.— Da fiel der Mufti auf ſeine Kniee.—„Gelobt ſeyſt du, Allah! Gelobt du, der Pro⸗ pheten groͤßeſter! Conſtantinopel iſt er⸗ obert!“ rief er uͤberſpannt und uͤberwaͤltigt von Freude. Aber, wer haͤtte koͤnnen noch mehr Freude fuͤhlen, als Mahomed? Freu⸗ detrunken umarmte er den Mufti; er dankte ihm, wie der Gluͤckliche dem Wohlthaͤter, deſſen Guͤte ihn begluͤckte. Stuͤrmiſch fragte er nach der Erklaͤrung, nach den Beweiſen. Mit einer gewiſſen Wuͤrde legee der Mufti den Finger auf den Mund.— „Jetzt iſt’s noch Nacht!“ ſagte er.„Noch glaͤnzen die Sterne am Himmel, und fern