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Der Schleier : zwei Erzählungen / von C. Hildebrandt und H. Müller
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6 verdiente. Ich war jung. Meine erſte Ausflucht war dieſer Krieg, mein erſtes Geſchaͤft in dieſem blutigen Verhaͤltniſſe war der in ſeiner Art einzige Sieg bei Hoͤchſtedt geweſen; ich hatte ihn mit erfech⸗ ten helfen, und von dem Ruhme, von dem Stolze unſeres Heeres hatte ich ganz natuͤr⸗ lich einen groͤßten Antheil fuͤr mich genom⸗ men. Voll der gluͤhendſten Begierde nach neuem Ruhm konnte mir, dem Lebens⸗ luſtigen, der den Krieg nur von der Seite des Ruhmes anſah, nichts unangenehmer ſeyn, als dieſe Nachricht. Mein Vater, Oberſt eines Kreisregiments, ſah es mir an, was in meinem Innerſten vorging. Er, der Vater einer zahlreichen Familie,

der Beſitzer mehrerer Guͤter, der nach Ge⸗

maͤchlichkeit ſich ſehnende bejahrtere Mann

mußte eine ganz andere Anſicht haben, als

der vier und zwanzigjaͤhrige Juͤngling. Er aͤußerte ſeine Unzufriedenheit. Ich ver⸗