143 war mit Eiſen verſehen und ganz mit Spinngeweben und Staube uͤberdeckt.—
Beſchreiben kann ich es wohl nicht, was die Arme den erſten Tag fuͤhlte, den ſie in dieſem Grabe hinbrachte. Sie ſelbſt hatte keine Worte, ihre Em⸗ pfindungen auszudruͤcken. Nur das ei⸗ ne konnte ſie; ihre Lage mit dem Loo⸗ ſe eines lebendig Begrabenen verglei⸗ chen. Faſt ohnmaͤchtig, erſchoͤpft und verzweifelnd warf ſie ſich auf ihr elen⸗ des Lager nieder. Sie wuͤnſchte und bat um den Tod. Ermuͤdet ſchlief ſie ein. Wie aus weiter Ferne hoͤrte ſie des Morgens das Gloͤckchen zur Mette. Dies war der einzige Ton, den ſie in ihrem Gefaͤngniß hoͤrte. Gegen Mit⸗ tag hoͤrte ſie, wie jemand durch den langen Gang kam, vor ihrer Thuͤr ſtill ſtand, dann erſt lange mit den Schluͤſ⸗


