———
22
Augenblick aufgeſpart zu haben. Sie hatte nun einmal ein grenzenloſes Zu⸗ trauen zu mir, und daher war ſie auch dieſen Morgen ſo außerordentlich offen
herzig gegen mich.
Endlich fuhr der Wagen vor; ich wollte der Graͤfin den Arm bieten, ſie an den Schlag zu begleiten, als ſie mir in dieſem Augenblick nicht ohne Aengſtlichkeit ein kleines Packetchen gab, und die Bitte hinzufuͤgte, es nach ih⸗ rer Abreiſe unbemerkt zu oͤffnen. In
eben dieſem Augenblick trat der Abt zur Graͤfin, ich ging zu Eliſa, um ſie
an den Wagen zu bringen. Ihre Hand zitterte. Ganz leiſe ſagte ſie mir: „Ich bitte Dich, rette mich. Welche Gefahr drohet mir!“— Ich konnte ihr nichts antworten; ich konnte nur ihre Hand drücken; aber ſie verſtand
2


