Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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eben ſein Roß, um weiter weſtwaͤrts die Ein⸗ gangsſtraße nach Montenegro zu ſuchen,— als es die ſteile Bergwand uͤber ihm ſeltſam durch das Gebuͤſch rauſchte, kniſterte und wie ein ſchwe⸗

rer Stein, der ſich oben losgemacht, herabkollerte.

Ali's Pferd ſetzte ſcheu zur Seite und wie er auf⸗ ſah, gewahrte er aus einem bunten Knaͤuel, der vor ihm lag,— einen Menſchen ſich entwirren, der dreimal laut aufſeufzte, fluchte und ſich die Glieder nach mehreren Seiten hin dehnte, aber ſo that, als bemerke er die zu Roſſe nah haltenden Tuͤr⸗ ken nicht. Ali gab ihm mit ſeiner Reitgerte ei⸗ nen tuͤchtigen Hieb uͤber den hoͤckerigen Ruͤcken, und alsbald neigte ſich ein kleiner, rothhaariger, nach allen Seiten zu ſchief gewachſener Jude in ſtaubkuͤſſender Demuth vor dem Türkenherrn.

„Wie biſt Du da hinauf und auf welche Weiſe herabgekommen?“ fragte Ali beinahe la⸗ chend uͤber die ſeltſame barocke Geſtalt, welcher die weiten, buntgeſtreiften Pantalons, der blaue Koller und die rothen Stiefel, zu dem gleich⸗ falls rothen, dichten Barte abſtechend, ein hoͤchſt komiſches Ausſehen gaben.—

„Herr!“ ſagte der Jude wispernd und neigte