— 12 ο— Halſe und warf ſie weit hinaus außer den Kreis. Einige ſprangen ihr nach und zerbrachen ſie in kleine Stuͤcke. Nun ſtand Djuro auf, erklaͤrte ſeine Unterwerfung fuͤr den Ausſpruch des Ge⸗ ſetzes und fragte den Beleidigten, ob er der Rache entſagen wolle? zugleich kniete er nieder vor ihm.
Dieſer wandte ſich hin und her, weinte, uͤber⸗ legte, blickte gen Himmel, zauderte; ſeine Seele ſchien von tauſend Empfindungen beſtuͤrmt, er glaubte, die Manen ſeiner Verwandten zu be⸗ leidigen, wenn er mit ihren Moͤrdern Frieden ſchließe. Die Freunde und Verwandten beider Parteien draͤngten ſich nun herzu, und ermahn⸗ ten ihn zur Eintracht: der Beleidiger lag noch immer zu ſeinen Fuͤßen und„zaudre nicht laͤnger, Du Herz von Eis!“ rief der Archimandrit und deutete mit der Hand nach dem Himmel.
Und jetzt ſchien ihm das Herz zu ſchmelzen, der Ausdruck ſeines Geſichtes ward milder, ſeine Seele erweicht; mit der einen Hand hob er den Feind auf, mit der andern deutete er nach dem Himmel und ſagte:„Herr, Gott! ſei Zeuge, daß ich ihm vergebe.“—


