Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
Entstehung
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19 vielmehr das Paradies, der Wunder. Hierbei fuhr er nun fort, mit heiterm Tone und gluͤhendem Auge, wie man beides an ihm ſelten ſah, weiter von ſeinen Reiſen zu ſprechen. Stundenlang haͤtte ich ihm zu⸗ hoͤren und dieſe Kupferſtiche betrachten koͤnnen; der

Zufall fuͤhrte uns aber ein Blatt vor die Augen, deſ⸗

ſen Anblick ihn bewog, mit einer ploͤtzlichen tiefen Erſchuͤtterung den Karton zu ſchließen und mich mit einem kraͤftigen Haͤndedrucke zu entlaſſen. 1

Der Kupferſtich, der ihn ſo tief erregt hatte,

ſtellte einen Sturm vor. Das huͤlfloſe Schiff kaͤmpfte

den letzten Kampf mit der Gewalt des Elements. Der gekraͤuſelte Gipfel einer Rieſenwelle, an deren dunklen Buſen ein entmaſtetes, halbzertruͤmmertes Wrack lag, ſchien eben mit ſeiner zerſtoͤrenden Kraft uͤber daſſelbe herzuſtuͤrzen.

Als ich ſchied, fuͤllten ſich meine Augen in un⸗ willkuͤhrlichem Mitgefuͤhle mit Thraͤnen; bald aber, jg faſt augenblicklich, kehrten meine Gedanken zu der Szene des heutigen Morgens zuruͤck. Alles was da⸗ bei und nachher geſprochen worden war, ſiel mir wie⸗ der ein. Der alte Kraͤmer hatte ſich ſchmerzlich uͤber unſer duͤſtres, wolkiges Klima beklagt, uͤber die Al⸗ bernheit unſrer Volksvergnuͤgungen, uͤber den Man⸗ gel an Muſik, das Entbehren von Wein und Oel. Wir ſtanden eben in den truͤben Tagen des Novem⸗ bers und die Waͤlder waren faſt blaͤtterlos. Die Tage fingen an kalt und duͤſter zu werden, ſelbſt das Wild ſchien in den offnen Waldſtellen ſich unbehag⸗

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