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Theagenes und Charikleia : ein Roman / aus dem Griech. des Heliodoros, übers. von Karl Wilhelm Göttling
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wie ungeſchickt! da entfloh uns der Buhle! ſieh dich vor, o Herr, daß du zum zweitenmal nicht betrogen wirſt. Er aber:Sei ruhig! die Schändliche hab' ich, die ich vor allen wollte! und faßte ſie feſt und führte ſie der Stadt zu. Da durchſchaute ſie, wie begreiflich, alles was um ſie vorging zugleich, den Verluſt deſſen, was ſie erſehnt, die Schande ob des anſtößigen Vorfalls, die Rache der Geſetze: ſchmerz⸗ lich betrübt, daß ſie entdeckt, zuͤrnend, daß ſie be⸗ trogen worden, entzog ſie bei dem Brunnen an der Akademie du weißt es, wo die Feldherren den Heroen nach vaterländiſchem Gebrauch opfern! urplötzlich dem Greis ihre Hände und ſtürzte ſich grade hinab.

So endete ſie ſchändlich, die Schändliche. Ari⸗ ſtippos aber ſprach:ſo habe ich denn meine Rache an dir nach dem Spruch des Geſetzes voraus! und berichtete den Tag darauf alles aus Volk. Und kaum war ihm verziehen, als er auch ſchon umher⸗

ging zu ſeinen Freunden und Bekannten, mit ihnen zu berathen, ob er auf irgend eine Weiſe deine Rückkehr auswirken könnte. Ob etwas dafür geſchehen, weiß ich nicht zu ſagen, denn ich ſchiffte früher hin⸗ weg in eigenem Geſchäft, wie du ſiehſt. Doch darfſt du verſichert ſeyn, daß das Volk die Rückkehr dir gewährt und dein Vater dich zu ſuchen kommt. Denn das verſprach er.

So verkuͤndete mir Charias. Das ubrige aber, wie ich hierher gekommen und welche Schickſale mich