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Die Herrin von Schwarzenhof : Roman / von Albrecht Heinz
Entstehung
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doch von einer innern Erhebung getragen. Seine Haltung war würdevoll, ſein Urtheil milder, etwas wie Demuth, mindeſtens erſchüttertes Vertrauen auf die eigene Klugheit, Kraft und Gerechtigkeit klang daraus hervor. Noch wußte die Schweſter nicht, daß durch ſie, durch den Einblick in ihr Schickſal eine Mah⸗ nung von oben an ihn ergangen war und, wie ſich ſpäter zeigte, eine verſtandene, nach beſter Kraft be⸗ folgte. So glich er für jetzt nur dem Bilde, das ſie von ihm nach dem Adel ſeiner Begabung am liebſten im Herzen trug. Darum ſagte ſie, als er, nochmals Vergebung erbittend, von ihr ſchied:Du gleichſt für mich dem Speer des Achilles, der allein die Wunden, die er geſchlagen, zu heilen vermag. Ich bin geheilt. Wie ſollte ich nicht danken!

Bald nachher wurde die Vermählung des jungen Paares auf Schwarzenhof vollzogen.

Noch ehe dies geſchah, war Hauptmann Schwend⸗ ler Mitbewohner des Herrenhauſes geworden, und Ge⸗ neral von H., als er im nächſten Sommer die ver⸗ ſöhnten Gegner beſucht hatte, ſchied von ihnen mit der frohen Erfahrung, daß die jetzige Familie Leteln⸗ Schwendler äußerlich ſo harmoniſch wie innerlich zu⸗ frieden ſei.

Die erſte ernſte Trübung dieſes Glücks kam wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Des Präſidenten