Druckschrift 
Gianettiona und Gaetana; oder der Bandit von Venedig : Roman in drei Büchern / von Carl Heinrich
Entstehung
Einzelbild herunterladen

163 Gianettino; nein, ſein Lieben war ein ſtilles, melancholiſches, aber treues Wirken und Leben fuͤr die Angebetete. Von jenem Augenblicke an, wo Gaetana in Venedig erſchien und er ſomit Gelegenheit fand, wieder mit ihr in Be⸗ ruͤhrung zu treten, richtete ſich ſein Streben hauptſaͤchlich nur dahin, die Ungluͤckliche vor dem gaͤnzlichen Untergange zu retten.

Er war Bandit geworden; er mußte es nun bleiben, das gebot ihm ſeine Liebe; er wollte Gaetana retten und untergehen. Sie

ſelbſt hatte er nie von ſeinem Vorhaben un⸗ terrichtet, weil er Gianettino fuͤrchtete, der ſicher

Jeden getoͤdtet haͤtte, der ihm nur den gering⸗ ſten Anlaß zum Argwohn gegeben haͤtte. Es mußte ihm daher viel daran liegen, Gianettino vernichtet zu wiſſen, aber der Arme ahnete nicht, daß mit Gianettino's Vernichtung ſein und Gaetana's Verderben ſo eng zuſammen⸗ haͤngen wuͤrde.

Maeſto hatte, durch die Folter geſchreckt,

pfort nach ſeiner Verhaftung ſeine Mitſchuldi⸗

11*