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Der Greis ſetzte ſich ſchweigend nieder und eine grauſige Stille ruhte uͤber der Verſamm⸗ lung. Gactana ſtand ſtarr, wie die Bildſaͤulen auf dem St. Marcusplatze, bis man ſie von Neuem zu Antworten aufforderte. Da raffte ſie den letzten Muth zuſammen, ſie richtete das gebeugte Haupt empor und rief mit edelm Stolz: 4.
„Thut, was Ihr wollt, Maͤnner von Ve⸗ nedig. Die arme Gaetana war leichtſinnig genug, um ihre Liebe, ihr Herz einem Mann in dem Augenblicke zu ſchenken, wo ſie noch nicht wußte, daß er Moͤrder und Bandit war; aber die Tochter des Grafen Antonio von Ca⸗ ſietti konnte nie zur gemeinen Verbrecherin herabſinken. Ich bin unſchuldig, wie der Saͤugling, den Ihr mir grauſam entriſſet, un⸗ ſchuldig, wie mein armer, kleiner Beppo! Dies mein Geſtaͤndniß.“
Einen Stein haͤtten dieſen Worte, dieſer
Ton, geruͤhrt. Auf die tyranniſchen Richter
der Inquiſition konnten ſie keinen Eindruck ma⸗


