Teil eines Werkes 
4. Theil (1850)
Entstehung
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die närriſchen Schellen abfielen von der Mütze; ſie iſt aber darum nicht ſchlechter geworden.

Kunz von der Roſen, mein Narr, was bricht und kracht da draußen?

Seyd ſtill! das iſt die Säge und die Zimmermannsaxt, und bald brechen zuſammen die Pforten Eures Kerkers, und Ihr ſeyd frey, mein Kaiſer!

Bin ich denn wirklich Kaiſer? Ach, es iſt ja der Narr, der es mir ſagt!

O, ſeufzt nicht, mein lieber Herr, die Kerkerluft macht Euch ſo verzagt; wenn Ihr erſt wieder Eure Macht errungen, fühlt Ihr auch wieder das kühne Kaiſerblut in Euren Adern, und Ihr ſeyd ſtolz wie ein Kaiſer, und übermüthig, und gnädig, und ungerecht, und lächelnd, und undankbar, wie Fürſten ſind.