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Ach! iſt ja das ganze Buch aus der Zeit⸗ noth hervorgegangen, eben ſo wie die früheren Schriften ähnlicher Richtung; die näheren Freunde des Verfaſſers, die ſeiner Privat⸗ verhältniſſe kundig ſind, wiſſen ſehr gut wie wenig ihn die eigene Selbſtſucht zur Tribüne drängt, und wie groß die Opfer ſind, die er bringen muß, für jedes freie Wort, daß er ſeitdem ge⸗ ſprochen— und wills Gott! noch ſprechen wird. Jetzt iſt das Wort eine That, deren Folgen ſich nicht abmeſſen laſſen; kann doch keiner genau wiſſen, ob er nicht gar am Ende als Blutzeuge auftreten muß für das Wort.
Seit mehreren Jahren warte ich vergebens auf das Wort jener kühnen Redner, die einſt in den Verſammlungen der deutſchen Burſchen⸗ ſchaft ſo oft ums Wort baten, und mich ſo oft durch ihre rhetoriſchen Talente überwunden, und eine ſo vielverſprochene Sprache geſprochen; ſie


