Capitel l.
Die umgebende Natur wirkt auf den Menſchen— warum nicht auch der Menſch auf die Na⸗ tur, die ihn umgiebt? In Jtalien iſt ſie lei⸗ denſchaftlich wie das Volk, das dort lebt; bey uns in Deutſchland iſt ſie ernſter, ſinniger und geduldiger. Hatte einſt wie die Menſchen auch die Natur mehr inneres Leben? Die Gemüths⸗ kraft eines Orpheus, ſagt man, konnte Bäume und Steine nach begeiſterten Rythmen bewegen. Könnte noch jetzt dergleichen geſchehen? Men⸗ ſchen und Natur ſind pflegmatiſch geworden und
gähnen ſich einander an. Ein königl. Preuß. Poet 1*


