Teil eines Werkes 
2. Bd. (1875)
Entstehung
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Es dauerte nicht lange, und er konnte wieder frei athmen und ruhig in die Zukunft blicken. Aber in die Falle gegangen und blamirt bin ich doch! O dieſe Geldmenſchen kennen keine Großmuth!

Und der Name, der Name! Wenn ſie wenigſtens Riedeſel heißen möchten! Aber Riedel!

So verſtrichen drei Monate. An einem der erſten Auguſttage erſchien der Commerzienrath, um die Frei⸗ herrnfamilie nach Kleingöhren zu Gaſte zu bitten. Gern hätte der Baron kurzweg abgelehnt, aber die Seinigen nahmen die Einladung mit ſolcher Freude auf, und andererſeits langte und bangte ſein eigenes Herz insgeheim nach dem alten trauten Neſtchen, her⸗ aus aus dem Lärm und Wirbel der Reſidenz, daß er annahm. So fuhr man denn im Morgengrauen des nächſten Sonntags mit der Bahn zur nächſten Hafenſtadt, wo der junge Riedel mit ſeiner Equipage die Familie bereits erwartete. Der Baron ſog den Theergeruch des Hafens wie die Würze des Waldes, der ſie unmittelbar hinter der Stadt in ſeine Schatten nahm, mit Entzücken ein. Ach, und zuweilen trug der leichte Wind ein Geräuſch, das ſein geübtes Ohr ſofort von dem ähnlichen Waldesrauſchen unterſchied,

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