Teil eines Werkes 
2. Bd. (1875)
Entstehung
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Erkannt! ſagte ſich Herr Riedel, doch nicht ohne ſelbſtgefällig zu ſchmunzeln.

Der Empfang, der dem Gaſte von der Familie Riedgras zu Theil wurde, war befremdend. Der Baron begrüßte ihn ſo förmlich, ſo feierlich; Mutter und Tochter hinwieder ſahen ihn bei der Vorſtellung ſo er⸗ ſchrocken an, und der Sohn verrieth ſogar entſchieden Luſt, vor dem Commerzienrath auf und davon zu laufen.

Was bedeutete das? Den Anzeichen nach hatte eine Familienſcene ſtattgefunden. Stand ſie in Be⸗ ziehung zu ſeinem Sohn? Hatte ihn das Verhäng⸗ niß gerade jetzt herbeigeführt, um die Löſung zu be⸗ ſchleunigen?

Abwarten! mahnte ſich der kluge Geſchäftsmann. Vor allem warf er einen Blick auf Baroneſſe Wanda. So raſch derſelbe war, entdeckte er doch Mancherlei. Sie war friſch wie ein Landmädchen, bildhübſch, ein⸗ fach und doch nett gekleidet kurz, ſie machte dem Geſchmack Guſtav's alle Chre.

Und wie gefällt es Ihnen bei uns, Frau Ba⸗ ronin?

Die Frage gab der letztern einen erwünſchten Vor⸗ wand, ſich durch einen tiefen Seufzer Luft zu machen.