56 Küſter, der ihm gleichſam das Wort vom Munde weg⸗ ſchnappte, ſchrie:„Was?“ und der Hochwürdige
ſchlug die Hände zuſammen:„Was hat denn Ihr
Ludwig damit zu thun?“ 1
„Ah ſo, Hochwürden ſprechen von der andern Sache?“
„Ja, was ſoll's denn ſonſt noch geben?“
„Mein Ludwig“— der Meßner ſchnappte wieder —„geht nach München—“
„So laſſen Sie ihn gehen!“
„Aber für Rechnung des Herrn von Bruck—“
„So ſeien Sie doch froh!“
„Aber nicht als Candidat—“
„Heiliger Nepomuk!“ rief Püchelhuber, ſich vor Un⸗ geduld die Ohren zuhaltend,„laſſen Sie doch endlich Ihren Ludwig laufen, wohin er Luſt hat, und er⸗ zählen Sie mir, wie's im Schloß ausſchaut!“
Auf dieſe Frage rollte Gottlieb Egidius nur die Augen empor und hob die Hand.
„Und was ſagt man im Dorf?“ wandte ſich der Pfarrer zum Meßner.
Letzterer drückte ſich in ähnlicher Weiſe mimiſch aus.
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