Teil eines Werkes 
2. Bd. (1875)
Entstehung
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Arme loſe niederhängend und die mit zu engen Lack⸗ ſtiefeln geſtraften Füße auswärts geſetzt.

Die ſehr brünette Jungfer hatte ein ſchneeweißes Perkalkleid und darunter einen Steifrock mit kunſtvoll geſtickten und gefältelten Volants an, den ſie beim Walzen ſo ſehr zur Geltung brachte, daß man nicht wußte, tanze ſie im Kleid oder im Unterrock. Jenes gehörte ihr und dieſer Sie verrathen ſie ja nicht der Gräfin.

Der Tiſch, woran man ſaß, trug eine anſehn⸗ liche Reihe Weinflaſchen, der ordinäre Bierkrug be⸗ fand ſich entſchieden in der Minderheit. Ihr Rang forderte, ihre Mittel erlaubten ihnen das.

Ein erleſener Kreis!

Da war die Frau Caſtellanin, eine kugelrunde, ältliche Dame, mit einem Heiligenſchein von Tüll⸗ falbeln; da der wegen ſeines Sarkasmus berühmte und gefürchtete Küchenmeiſter; da der Leibkutſcher, der eine entſchiedene Aehnlichkeit mit dem Frohnburger Pfarrer hatte; der Obergärtner, deſſen ſtechender Blick und rabenſchwarzer Vollbart mehr an die Abruzzen, als an friedliche Roſen⸗ und Tulpenbeete erinnerten; da waren die beiden Leibjäger in ihren goldbetreßten