17 Selbſtmord dachte, aber das Wort eines Beicht⸗ vaters richtete ihn wieder auf!“
Benedict ſchwieg.
„Verſtehſt Du mich denn nicht?“
„So halb und halb. Du willſt, daß ich Dir beichte.“
„Ja, ich möchte in der Stunde der Verſuchung Dein Gewiſſen und Dein Tröſter ſein.“
Benedict wies auf die Bruſt und dann auf die Stirn.„Mein Gewiſſen habe ich hier und meinen Troſt hier.“
Gregor riß die Geduld.„Dein Gewiſſen iſt ſtumm“, rief er,„und Dein Geiſt iſt verfinſtert! Du ſiehſt, ein Prieſter, ein Mönch, ſiehſt eines Andern Weib—“
„Kein Wort davon weiter!“ unterbrach ihn der andere mit einer wilden Entſchloſſenheit, der ſelbſt Gregor gehorchte.
Nachdem ſie ſich eine Weile lang ſchweigend ge⸗ meſſen hatten, begann Gregor mit milderem Ton als vorher, ja, mit Thränen in der Stimme:
„Ich mein' es ja gut. Schau', ich komme zu Dir Heigel, Benedictus. II. 2


