Teil eines Werkes 
1. Bd. (1875)
Entstehung
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Knaben herrlich ſich unterhalte, vormittags am Unter⸗ richt des Hofmeiſters Theil nehme, nachmittags Aus⸗ flüge mache. Inzwiſchen ſetzte ſich Coſima wieder vor den Toilettentiſch. Sie hatte ein Kleid von blaſſer Seide an, das züchtig bis an den Hals ging, während ihre Freundin eine ausgeſchnittene Robe trug.

Du trägſt ein hohes Kleid; ich denke, Ihr habt große Tafel?

Das wohl, aber bedenke, unſere geiſtlichen Gäſte

Eures Pfarrers wegen willſt Du wie eine Nonne gehen? Dem ſind wir doch nicht gefährlich?

Schrieb ich's Dir denn nicht, daß wir zwei Patres Benedictiner im Schloß haben? Du weißt, die wegen der Waldangelegenheit.

Keine Silbe haſt Du geſchrieben, daß ſie ſchon da ſind! Dein Brief war überhaupt ſo kurz und ab⸗ geriſſen, als ob der Graf dabei hinter Dir geſtanden und in ſeiner liebenswürdigen Weiſe dreingeredet hätte. Sie ahmte die Redeweiſe Guido's mit Erfolg nach. Coſima, wie wär's, wenn ich einen neuen Flügel anbauen ließe oder wollen wir eine halbe Stunde ſpazieren fahren Du weißt doch, daß unſer Orloff lahmt ich werde dem Eſel Reimann nächſtens ein Donnerwetter machen müſſen. Spricht er nicht

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