Teil eines Werkes 
1. Bd. (1875)
Entstehung
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Guido.„Denn geſtehen Hochwürden, Sie ſpielten heute merkwürdig zerſtreut.“

„Unſer geiſtlicher Herr Bruder iſt wohl ein leiden⸗ ſchaftlicher Schachſpieler?“ fragte Gregor, immer zur Hauptperſon, zum Grafen gewandt.

„Leidenſchaftlich?“ ſchmunzelte der dicke Pfarrer. „Schau' ich ſo aus?“

„Der Herr Pfarrer bringt die beſte Eigenſchaft an den Schachtiſch, eine himmliſche Geduld“, miſchte ſich Flor ein.

„Spielen Sie auch?“

„Schach? Niemals!“

„Aber etwas Anderes“, bemerkte Guido.

„Nichts, nicht einmal Klavier!“ betheuerte Flor. „Doch nun erzählen mir die Herren von ihrem Klo⸗ ſter! Der Graf hat mir ſo viel davon geſagt; es muß ein bezaubernder Aufenthalt ſein.“

Es war gegen das höfliche Gewiſſen des Herrn von Flor, irgendwen, mit dem er ſich in Geſellſchaft befand, vernachläſſigt zu ſehen. Deshalb hatte er die letzten Worte unmittelbar an Benedictus gerichtet.

„Es iſt eine ernſte Landſchaft“, antwortete dieſer. „Sie haben dort nur Waſſer und Felſen: das Bild der Vergänglichkeit und ein Symbol der Reſignation.“ Der Pfarrer ſah Benedictus mißtrauiſch an, aber