—
17
So? Ei, höre mir doch Einer dieſen Vorſchlag! Und worauf, wenn es erlaubt iſt zu fragen, grün⸗ den ſich denn die Ausſichten des edlen Junkers von Stein? Auf eine Erbſchaft etwa, auf eine reiche Freit oder auf ein unmittelbares Wunder der hei⸗ ligen Jungfrau? Doch bei Seite das und im Ernſt geſprochen, immer muß mir das auffällig ſein, was ich ſo eben geſehen habe. Ihr handelt hier um Precioſen, während Euer Vater daheim der nöthigen Baarſchaft ermangelt, um ſeine Verpflicht⸗ ungen zu löſen, gleichviel ob ſelbſt gewirkte oder ererbte. Wißt denn, daß meine Nachſicht vorüber iſt, und daß ich nächſtens den Burgvogt von Oltin⸗ gen bei ſeinen Gerichten verklagen werde. Ja, das werde ich, gewißlich und wahrhaftig, wie ich Wer⸗ ner Schilling heiße.
Der Sohn des Burgpogtes ſeufzte bei dieſer Verkündigung. ¹
Und meinen Proceß, fuhr Jener unbarmherzig fort, gewinne ich; wer könnte mein Recht beſtreiten?
Doch hörte ich zuweilen den Aeti ſagen, es ließe ſich beſtreiten— auch einige Nechradoetalen in Bern ſollten der Anſicht ſein.
Will es ihnen zeigen, ſagte Herr Schiling lachend und ſpielte in ſeiner Seitentaſche mit Gold⸗
v. Heeringen, der Kaufmann von Luzern. I. 2


