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ten, Spangen, Buſennadeln, Armbändern und ähn⸗ lichen Schmuckſachen wohl verſehenen Glaskäſten wal⸗ tete der Verkäufer dienſtfertig, doch mit ſchlauer Auf⸗ merkſamkeit auf jede Bewegung des Käufers, deſſen etwaigen Stand und vermuthliche Herkunft er bei ſich erwog, indem er ſeinem Aeußern nach darüber in's Reine zu kommen ſuchte, wie weit man ihm nun
und erforderlichen Falles Credit geben möchte. Aller⸗
dings war ihm der ſchöne, kriegeriſch behelmte Jüng⸗ ling ein Fremder, aber nicht ſo das Bannerzeichen auf ſeiner Bruſt, welches der kluge, in der Welt erfahrene Goldſchmied wohl erkannte; auch überſah er nicht das Ehrenhafte, Ritterliche in ſeiner Er⸗ ſcheinung, ſein freundliches Antlitz, das ſchöne, von
jedem Trug entfernte blaue Auge, ſo klar wie der
Himmel, die edelgebildete Hand, von der er den Handſchuh gezogen hatte, um die Kleinodien beſſer zu halten, um welche er feilſchte, und noch manche andere kleine Eigenthümlichkeit, die dem Gleich⸗ gültigen wohl entgangen ſein würde, die aber Je⸗ ner in ſeinem Handel und Wandel gewohnt war ſchnell mit feinem Blick aufzufaſſen, und welche jetzt mit zu der Höflichkeit beitragen mochte’ die er dem jungen Kunden gegenüber zeigte. Beide redeten die landesübliche Sprache, das Franzöſiſche; doch


