„Ach, Herr Roſtow,“ entgegnete der Burſch, „jetzt erkenne ich Euch erſt und die Livree, die Ihr tragt, Gott gruͤße Euch recht ſchoͤn!— Alſo ſeht einmal, der Peter haͤlt Kindtaufe und die niedliche Katinka erlebt endlich Mutterfreuden! ſie hat ſich kange darnach geſehnt. Was ſich doch in einem Jahr alles begeben kann, denn ſo lange gerade iſt es, Herr Roſtow, daß ich weg war, aber nicht in Strafe, wie Ihr denkt, ſondern bloß auf Com⸗ mando in Moskau und Preobraſchenskoi; ja, ja! glaubts ſicher, Gott und die Kaiſerin wiſ⸗ ſen's!“ 1 „Narr,“ lachte der Kutſcher,„die Kaiſerin iſt ja geſtorben!“
„Ja ſo!“ ſprach Jener weiter,„ſie iſt ge⸗ ſtorben; ach die gute Dame, wenn ſie doch noch lebte! Nun, trinkt einmal auf ihre Geſundheit, Herr Roſtow,“ fuhr er fort, und reichte dem Kutſcher eine Flaſche aus ſeinem Reiſetorniſter, „echter, reiner Moskowiter, ſo wahr ich lebe, Gott und die Kaiſerin wiſſen's! Jetzt ſagt mir aber doch, wie kommt Ihr hierher, und was wol⸗ len uͤberhaupt die vielen Kutſchen hier 2


