28 ben, und das Volk war daher hoch erfreut, ſeinen ge⸗ liebten Herrſcher wieder zu haben.
Um ſo mehr aber entbrannte ihr Haß gegen den
Betrüger Mizra. Sie zogen in den Palaſt und nah⸗ men den alten Zauberer und ſeinen Sohn gefangen. Den Alten ſchickte der Kalif in daſſelbe Gemach der Ruine, das die Prinzeſſin als Eule bewohnt hatte, und ließ ihn dort aufhängen. Dem Sohn aber, welcher nichts von den Künſten des Vaters verſtand, ließ der
Kalif die Wahl, ob er ſterben oder ſchnupfen wolle.
Als er das Letztere wählte, bot ihm der Großvezier die Doſe. Eine tüchtige Priſe, und das Zauberwort des Kalifen verwandelte ihn in einen Storchen. Der Kalif ließ ihn in ein eiſernes Käfig ſperren und in ſeinem Garten aufſtellen.
Lange und vergnügt lebte Kalif Chaſid mit ſeiner Frau, der Prinzeſſin; ſeine vergnügteſten Stunden waren immer die, wenn ihn der Großvezier Nachmit⸗ tags beſuchte; da ſprachen ſie dann oft von ihrem Stor⸗ chenabenteuer, und wenn der Kalif recht heiter war, ließ er ſich herab, den Großvezier nachzuahmen, wie er als Storch ausſah. Er ſtieg dann ernſthaft, mit ſteifen Füßen im Zimmer auf und ab, klapperte, wedelte mit den Armen, wie mit Flügeln, und zeigte, wie Jener ſich vergeblich nach Oſten geneigt und Mu— Mu- dazu gerufen habe. Für die Frau Kalifin und ihre Kinder war dieſe Vorſtellung allemal eine große Freude; wenn aber der Kalif gar zu lange klapperte und nickte und Mu— Mu- ſchrie, dann drohte ihm der Vezier:„Er wollte das, was vor der Thüre der Prinzeſſin Nacht⸗
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