Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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jagt hatten, wo er auf der Lauer lag; ehe er aber noch Zeit gewann, ſeine Beute, den Knaben, fort⸗ zuſchleppen, durchſchnitt ihm Egons Klinge den Lebensfaden, indem ſie in ſeine Kehle eindrang. Kapleſer, rief der Jüngling dem Röchelnden zu, der zu Boden ſtürzte, Dir war es beſtimmt, durch meine Hand zu ſterben. Zugleich ſchwang er ſich aus dem Sattel, riß den Knaben an ſich, der ihn unter Freudengeſchrei umſchlang, und überließ es den Knechten, mit dem ſterbenden Kapleſer ein

Ende zu machen, was bald genug geſchah. Der

Ritter mit dem geſchloſſenen Helme ward zum Ge⸗ fangenen gemacht und ohnmächtig vom Blutverluſt nach Schloß Oltingen hinauf geſchafft; es ergab ſich, daß er in der That niemand Anderes war als der, gegen welchen Bern wie gegen einen Lan⸗ desherrn Krieg führte und der, um der Friedens⸗ unterhandlungen, die man eingeleitet hatte, lachen zu können, nichts bedurfte als der Wiederhabhaft⸗ werdung ſeines Mündels. Für dieſe war ihm kein Preis zu hoch; bevor er ihn aber durch einen nachtheiligen Frieden zahlte, wollte er erſt Liſt und Gewalt anwenden, um zu ſeinem Ziele zu gelangen. Zu Beidem ſchien ihm die abgelegene Lage von Ol⸗

tingen, von der er durch Kapleſer nähere Kenntniß 1

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