Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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und ſich bei angezündeter Kerze von ſeiner Rich⸗ tigkeit überzeugt hatte. Dank und Abſchied waren kurz, kaum daß ich ihn dahin bringen konnte, mir dieſen Empfangſchein zu ſchreiben und eine Er⸗ kundigung nach dem Ergehen ſeiner liebenswürdigen Tochter zu beantworten. Fräulein Sibyllle iſt, wie ich vernahm, wohlbehalten in Luzern; ſie gelangte glücklich vom Platz der Raubthat, nachdem ſie den Fall ihres Bräutigams geſehen hatte, in die Her⸗ berge von Gurnigel, wo ſie den Tod Herrn Victors erfuhr und dann allein nach ihrer Heimathſtadt reifte. Ihr Vater vermuthet, daß ſie, nach ſolchen Erlebniſſen der Welt müde, in den Orden der from⸗ men Urſulinerinnen, die in Luzern ein Kloſter haben, einzutreten gedenkt.

Als Herr Wilibald den von Schilling ausge⸗ ſtellten Empfangſchein las, lautete derſelbe alſo:

Ich Endesunterzeichneter verſpreche und verheiße hiermit, daß ich bei nächſter Zahlungsfriſt der Schuld, die in dem mir geraubten und heute zu⸗ rückgeſtellten Document verbrieft iſt, mit richter⸗ licher Hülfe einen Beſuch in Oltingen abſtatten und dabei von alle dem Recht und der Gewalt gegen meinen Schuldner Gebrauch machen will,