Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Leider, ſeufzte Herr Wilibald, leider, Euer Ge⸗ ſtrengen, ich weiß es nur zu gut.

Ihr aber, Amtmann, ſeid ein ſeltener und edler Mann, denn Ihr habt Euerem hartherzigen Gläu⸗ biger ein Document wieder zugeſtellt, das ihm viel Macht über Euch giebt und welches zuletzt auf ge⸗ rechte Weiſe in Euere Hände gefallen war.

Auf gerechte Weiſe? Ich hatte es doch nicht eingelöſt vom Glaͤubiger.

Freilich nicht, und Euere Handlungsweiſe würde auch weniger zu preiſen ſein, kennte man nicht dieſen Herrn Werner Schilling als einen habgierigen Eiſenkopf, der Euch und den Eurigen vermöge des ihm wieder zugeſtellten Documentes noch weidlich Leid zufügen wird. Wundern ſoll es mich, wenn er nicht über Kurz oder Lang Euer Stammgut mit Beſchlag belegen, ſich in deſſen Beſitz ſetzen und es verkaufen läßt.

Wilibald ſeufzte. Meine armen Söhne, ſagte er.

Bei jedem Anderen hättet Ihr auf Nach⸗ und Rückſicht rechnen und hoffen können, bei dieſem Luzerner Lombarden nicht, und zwar um ſo we⸗ niger, als er ſelbſt eben Verluſte erlitten hat und chwerlich wieder zu ſeinem verlorenen oder ge⸗ raubten Gute kommen wird.