Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Rüſtmeiſters Arm und bat ihn, ihm die Gemächer im Weſtwall, wo die Gefangenen untergebracht waren, zu zeigen; er beſuchte ſie alle, ſah nach, wie es mit eines jeden Bequemlichkeit und Wohlbefinden auf Burg Oltingen ſtand, ließ ihnen Erfriſchungen reichen und war bei deren Vertheilung, ſprach ihnen mit ſeiner treuherzigen Weiſe Muth und Zuverſicht gegen die Großmuth des hohen Rathes ein, der nicht anders gewohnt ſei, als ſeine Kriegsgefangenen mit Milde und Güte zu behandeln. Auch zu des Kap⸗ leſers Gefängniß ſtieg er hinab, redete dem wilden, verbrecheriſchen Manne freundlich zu und ſuchte ihn in ſeinem Unglück zu tröſten; er hatte deſſen aber ſchlechten Dank, indem der Gefangene ſeine auf Egons Befehl entfeſſelten Arme dazu mißbrauchte, eine ſteinerne Kugel, die im Kerker lag und deren er ſich bemächtigt hatte, mit aller Gewalt nach dem Rathsknappen zu ſchleudern. Glücklicherweiſe fehlte ddeer Wurf, der tödtlich hätte werden können, ſein

Ziel, doch ſtreifte er Egons Schläfe, ſo daß Blut aus der verletzten Haut drang und die Locke, die ſich hier um das Ohr ſchmiegte, leicht röthete. Der Rüſtmeiſter und ſeine Knechte wollten bei die⸗ ſem Anblick den Uebelthäter niederſchlagen. Egon aber verhinderte es und ſagte dann beim Anatrüt aus