Glauben beimaß, als er die, oft deutlich ausge⸗ ſprochne Abneigung der Graͤfin gegen ſeinen Schuͤtz⸗ ling kannte, lieh ſeinem raſchgefaßten, ihm als Schutzwehr gegen die Macht der Verleumdung aufgedrungenen Entſchluß noch vollends die Far⸗ be edler Vorſorge fuͤr Theophiliens Sicherheit, und ohne des Kampfes zu gedenken, den es viel⸗ leicht dem holden Maͤdchen koſten konnte, ihr Geheimniß ſo ploͤtzlich unvorbereitet an das Licht ziehen zu ſehen, begab er ſich mit feſtem Schritt in das Zimmer ſeiner Gemahlin, um ſich fuͤr das Erſte nach dem Gang eines Billets an ihn, durch ihre Haͤnde zu erkundigen.
Clementine behauptete erroͤthend, es von ih⸗ rem Maͤdchen, das die Aufſchrift mißverſtanden, erhalten, und ſogleich dem Diener des Grafen uͤbergeben zu haben, doch die ſichtliche Befangen⸗ heit der ſonſt ſo beſonnenen Frau leitete ihren Gemahl von ſeinen erſten Vermuthungen nicht ab, und als er darauf zu einem neuen Erxamen des erſt neu in Dienſt getretnen Hausmaͤdchens ſchreiten wollte, unterbrach die Graͤfin ſeine Verſuche, der Wahrheit auf die Spur zu kommen,


