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Tante und Nichte
Entstehung
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Huͤlle von gruͤnen Blaͤttchen, Staubfaͤden und anderem Anhange; dann ſchauete es auf dem Markte umher, deſſen unruhiger Verkehr leben⸗

dig ward, maß mit einem fluͤchtigen Blicke die

Hoͤhe der Gebaͤude, den weiten Umfang des of⸗ fenen Platzes, gab dem Gaͤrtnerburſchen, der es gefahren, baare Belohnung fuͤr den geleiſte⸗ ten Dienſt, und Ordre, den netten Coffre gut zu verwahren, bis er abgeholt wuͤrde, und ging nun mit langſamen Schritten einer Sei⸗ tenſtraße zu.. Hier, wo faſt lauter Honoratioren wohn⸗ ten, war es noch ſo ſtill, daß der leichte Fuß der jungen Fremden auf dem Trottoir ertoͤnte; nur die erſten Strahlen der Sonne webten uͤber die Quadern, und weckten den Schatten dieſer ſchlanken Geſtalt, daß er ſie auf einem Gange begleite, der ihr ſchwer zu werden ſchien. Sie ſtand nunmehr am Ziele, und faßte mit der Hand, die ein wenig zitterte, nach dem meſ⸗ ſingnen Griffe einer Hausthuͤre, die unver⸗ ſchloſſen, ſich ohne Geraͤuſch oͤffnete. Betrof⸗ fen erblickte die Eintretende eine daran befe⸗

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