398—
Er antwortete:„ich ſehe es auch mit dem Auge einer dankbaren Seele. Hier wird der Schimmer, den ein trübes Schickſal mir gelaſſen, zum Aufgang eines neuen Tages. Und einſt werd' ich im Licht erkennen, was mir auf Erden dunkel war!⸗
Das Fräulein verſchluckte eine Thräne und ſprach:»wenn ich ſo Deine Stimme höre, dann iſt es mir grade ſo wie ſonſt, und als wäre die Zeit unſerer Trennung nicht geweſen. Es dauert ja Alles nicht lange hienieden. Ich habe nun kein anderes Geſchäft mehr, als Dich zu pflegen und zu führen. Und Gottes Güte leitet mich und Dich an's Grab.“
Oswald ſuchte die treue Hand ſeiner Freun⸗ dinn und drückte ſie ſtumm an ſeine Lippen.
Zu Adolar, genannt Lind, ſagte Roſa⸗ munde:„dem Himmel ſey Dank! daß Du nur kein Theologe biſt!«
„Sehen Sie,; ſiel Philippine ihr ins Wort: ſagte ich es nicht immer?e
„Jetzt, fuhr das Fräulein fort:„mache das Schloß zur Capelle, oder predige am kleinen
——
—


