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Der Colibri und Die Ruine : zwei Erzählungen / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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Meer vor ihm wogten; da ward ihm ſonderbar zu Muthe. Er hätte durch die ſchimmernden

Fenſter gern einen tiefen Blick in das Innere

dieſes Hauſes uno ſeiner Bewoyner thun mögen, aber die Sonne webte Blendungen über das Ge⸗ bäude und ſeine Augen, in denen er ſeit der italieniſchen Reiſe, wo ihm einſtmalen ein heißer ſandiger Wind angeweht, einen beängſtenden Schmerz verſpürte thränten voraus. Den Wagen hatte er im letzten Dorfe gelaſſen und war allein auf dem Wege nach dem hinteren Eingange des engliſchen Gartens. Ein Land⸗ mann begegnete ihm, ſchon wollte er ihn fragen, die Antwort wäre verhängnißvoll ge⸗

weſen, doch ein unſichtbarer Finger legte ſich

auf ſeine Lippe. Dort lag das Mooshüttchen, ſo herbſtfriedlich, ſo unverfänglich.Der alte Dunkel wird ſich doch freuen dachte er, und ein Gefühl des Wiederſehens berührte ſein Herz. Jetzt beſchritt ſein Fuß den Gang durch die kleine Pforte und rauſchte im geſchöberten Laube. End⸗ lich ſtand er vor der Eremitage. Die Thüre war nur angelehnt und ſeine Bruſt pochte. Drinnen