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page fuhr langſam und leer wie ein Leichenwagen hinterher. Welcher Einzug im Schloſſe zu Stru⸗ enſee war dieſer!— Man legte Roſamunden auf ihr Bett, löſte ihre Kleider, rieb ihr Stirn und Schläfe mit geiſtigen Wäſſern und wendete alle erregenden Mittel an. Endlich wehete ein leiſer Athemzug von ihren Lippen, ein Hauch nur, aber Oswald— wir nennen den Herrn von der Golz der Kürze wegen auch jetzt noch bei ſeinem Vornamen— alſo Oswald, der nicht von dannen wich, hatte ihn doch gehört, und mit dieſem ſäu⸗ ſelnden Odem ſchien ihn ſelbſt der Gei des Lebens erſt zu beſe eelen.
„Roſamunde!“« rief er:„lebſt Du? athmeſt Du wirklich?«— In dieſem Tone werden die Seligen am jüngſten Morgen einander begrüßen.
Das Fräulein ſchlug die Augen auf; die lichtloſen des Freundes ſahen es nicht. Nur der
einen Pupille war ein ſchwacher Schimmer ge⸗
rettet worden, und vor dieſer gaukelte ein Wirr⸗
warr dämmernder Bilder.»Wo bin ich?« fragte Roſamunde:„o warum ſtört Ihr mich? es iſt ſo ſchön——“ Freudenthränen erſtickten die Ant⸗


