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Der Colibri und Die Ruine : zwei Erzählungen / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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die dreiſte Unbefangenheit der ſanguiniſchen Weltdame zurück. Er war freundlich mit mir— aber nur den Muſen und der Freund⸗ ſchaft gehörte die ſanfte Neigung dieſes innigen Gemüths.⸗

Das Geſpräch wurde unterbrochen und nicht mehr erneuert. Eine Zeit ging hin, der Herbſt ruͤckte merklich vor. Eines Morgens ſchlief Ro⸗ ſamunde länger als gewöhnlich, da ſie früh auf⸗ zuſtehen pflegte. Frau Baby, die lebendige Uhre dieſer pünktlichen Häuslichkeit, kam als Weckerinn, wenn auch möglichſt ſacht, und ſprach: ⸗ſchon hatte ich Kummer, ob gnädiges Fräulein etwa unpaß wären?⸗

„Nein,« antwortete Roſamunde: das nun wohl nicht; aber die Nacht verging mir ſehr unruhig, und als ich gegen den Morgen ein⸗ ſchlummerte, hat mir wunderlich von dem Ami geträumt. Daß nur dem guten Thierchen nichts zuſtößt! ich laſſe es heute nicht von meiner Seite. Höre nur! In dem Vorraths⸗Gewölbe, wo ich mich befand, ſtanden alle Truhen offen; ich maß ein Webe Linnen nach dem andern, es reichte

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