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Der Colibri und Die Ruine : zwei Erzählungen / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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betrachtete mit einem milden Lächeln die nied⸗ liche Botinn und ihren Auftrag. Das Mädchen ſah aus wie ein Idyll, der Fiſch zappelte kräftig und ſchillerte ſo pompös, als wäre er aus einem Feenteiche gezogen, das Netz ſogar war von Filet.

Ich weiß Deinem Vater Dank dafür,« ſagte die Matrone:»Iſolda! klingle doch und bezahle die artige Kleine! Sie gab der jungen Geſell⸗ ſchafterinn einen Wink.

Dieſe Rede von der Zahlung hätte das Mägd⸗ lein vom Ufer beinahe übel genommen. Es trat einen Schritt zurück und ſprach: behüte! mein Vater ſendet ſeinen Fang der Frau Excellenzen nur aus gutem Herzen. Umſt onſt mögte ich ihn freilich nicht gebracht haben aber das hübſche Kind ſchlug die Augen tief nieder.

Nun ſo ſprich, und nenne mir Dein Be⸗ gehren, ſagte die Generalinn ermuthigend und nicht ohne beunruhigte Neugier. Iſolda, ſchon im Gehen begriffen, faßte wieder Fuß, und das Mädchen mit finſterer Aufmerkſamkeit ins dunkle Auge. Sie athmete während dieſer Audienz⸗ Scene ſchwer und leiſe.