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„Nein, nein,“ erwiederte ſie ſehr ſtolz,„ich habe mich nicht vergeßen. Weder Diamanten, noch Gold, weder Anbeter, noch Sklaven konn⸗ ten mich ſo ſehr irre fuͤhren;— nicht einmal mein ſtolzes Bewußtſeyn, daß ich Alles nur mir ſelber verdanke.“
Pater Frank hatte nur wenig Worte, auch nur wenige Begriffe; doch des Beſchraͤnkten einfaches Weſen, dient oft zum Niederwerfen der Weisheit kluger Menſchen; er unterbrach die Graͤfin, mit der ſchlichten Frage:
„Was iſt's denn?“
Einen vernichtenden Blick der Verachtung warf ſie auf ihn, dieſen beachtete er nicht, ſondern wartete ruhig ihre Antwort ab.
Ihr Auge gluͤhte zuͤrnend, als ſie zulezt er⸗ wiederte:„was es iſt?— Herrin bin ich von Allem, was Ihr geſehen habt. Ihr koͤnnt nicht lange in dieſer großen Stadt geleb ha⸗ ben, ohne von der Italiaͤnerin zu hoͤren, die Alle zu feßeln weiß? von der Saͤngerin, — der Dichterin,— der Orakelkuͤnderin, der modernen Sappho,— dem Gegenſtande der
Anbetung von Fuͤrſten? Alter Mann, Euch 4*


