293
allein ſtehender, troſtloſer, alter Mann, der bald neben den lange ſchon Schlafenden, mei⸗ nes alten Stammes ruhen wird. Du verſtehſt mich nicht, Ralph!“
„Aber ich bin traurig, weil Ihr truͤbſinnig ſeyd, und dann auch uͤber Miß Roſa!“
„O wuͤßte ich nur ihr Ergehen!— als ich zulezt von ihr hoͤrte, pflegte ſie ihren ſterben⸗ den Bruder in einer Stadt, welche alle Schrek⸗ ken der Belagerung zu erdulden hatte; Baſil aber, der ſie liebt wie ſeine eigene Seele, war einer der Belagerer. Großer Gott, beſchuͤze ſie!“
„Als Euer Edlen uns Dienern am Sonntage aus der Bibel vorlas, laſet Ihr vom Schaaf⸗ hirten, der die Laͤmmer in ſeinem Buſen trug,“ ſprach Ralph.„Wenn Gott die Sperlinge naͤhrt, und Laͤmmer an ſeiner Bruſt traͤgt, wird er die liebe Miß Roſa nicht verlaßen.“
Dieſer einfaͤltige und doch ſchoͤne Gedanke war kaum uͤber die Lippe des guten Menſchen gekommen, als ein ferner Jubelruf laut genug ertoͤnte, um die Luft erzittern zu machen.
Sir Everard richtete ſich auf.
Ralph ſagte:„da zieht'ne Menge Volk auf der großen Straße nach Sydney⸗Luſt; das


