Teil eines Werkes 
2. Bd. (1836)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

233

Still! rief Rahel, erſchrocken uͤber die Gefahr, die ihr Vater durch Bekanntwerden ſeiner Geheimniße laufen koͤnnte.

Die Maͤdchen gelangten zu der Thuͤr, die ſie ſuchten. Alice wandte ſich ebenfalls dahin; ehe ſie aber noch ſo weit kam, mußte ſie ſich wieder verbergen, denn ein in einen Mantel tief verhuͤllter Mann mit einer Laterne naͤherte ſich ſo leiſe und geraͤuſchlos, daß wieder aller Aberglaube Alices wach wurde und ſie ſich eines Ausrufes nicht enthalten konnte, der den Ohren der geheimnißvollen Perſon nicht entging. Der Mann blieb ſtehen; Alice hielt ihren Athem an ſich; er ging weiter, ſtand nochmals ſtill, puzte das Licht, wobei es Alice nicht entging, daß ſeine Finger abgemagert waren, und daß er ſchmerzlich beſorgt ausſah, als er nach einem kleinen Dolche griff, der an ſeiner Seite funkelte. Dann erhob er die Laterne, hielt ſie hoͤher und wandte ſich nach allen Rich⸗ tungen, er hob ſich noch hoͤher und Alice ſtieß einen Schrei des Erſtaunens aus, der ſcharf, wie ein Pfeil, vom Gewoͤlbe abprallte. 3

603 war der Geaͤchtete!