Waldes,
6
ren, daß der Eintritt mit der groͤßten Schwie⸗ rigkeit, ja mit unumgaͤnglicher Gefahr ver⸗ knuͤpft war. Genau in dem Mittelpunkte dieſes
Dickichts breiteten zwei alte praͤchtige Eichen
weithin ihre Zweige aus, als Schuz oder auch als Spott fuͤr das kruͤppelhafte Buſchwerk, das in ihrem Schatten wucherte. Um die Staͤmme dieſer Baͤume hatten die Bettler eine rauhe Huͤtte aus gruͤnen mit Farrenkraut und Binſen ver⸗ flochtenen Zweigen gebaut, die als Nachah⸗ mung eines Indianiſchen Wigwam gelten konnte. In der Mitte hatten ſie einen runden, unge— faͤhr drei Fuß hohen Wall mit einer Offnung zunaͤchſt dem Stamme des dickſten Baumes errichtet, in welchem ſie ein fuͤr ihren Zweck hinlaͤnglich ſtarkes Feuer brennen konnten, waͤhrend durch dieſen beſondern Bau ſelbſt nicht einmal in der Huͤtte etwas von der Flamme geſehen werden konnte. Ein ſeltſamer Schorn⸗ ſtein, der aus einem ausgehoͤhlten Baume be⸗ ſtand, leitete den Rauch zu den aͤußerſten Zweigen der Eichen, ſo daß, außer aus be⸗ traͤchtlicher Entfernung, Niemand erkennen konnte, daß dieſes Dach jemand anders be⸗ herberge, als die gewoͤhnlichen Bewohner des


