Teil eines Werkes 
1. Bd. (1836)
Entstehung
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und ſeine ſtillen Liebhabereien machten ihn zu Kriegen und Kabalen gleich unfaͤhig; er war verſtaͤndig genug dies zu erkennen; und wenn er in ſelbſtſuͤchtiger Weiſe die Ruhe auf ſeinen Stammguͤtern genoß, waͤhrend ſein Vaterland durch Buͤrgerkriege und Familienzwiſte zerrißen wurde, ſo war das die einzige Art von Selbſt⸗ ſucht, die man ihm waͤhrend ſeines ganzen Lebens zur Laſt legen konnte, welches mit dem Anfange unſerer Erzaͤhlung bereits bis zum fuͤnf und ſechzigſten Jahre gediehen war.

Doch um auf den kleinen Karakterzug zuruͤck⸗ zukommen den wir anfuͤhren wollten: eine der Fenſterabtheilungen, um ein weniges groͤßer als die uͤbrigen, enthielt die Darſtellung der Jungfrau Marie welche das Heilandskind auf ihrem Schoß hielt, waͤhrend die Hirten in blauen Gewaͤndern, gelben Sandalen und mit roſenrothen Schaͤrpen, uͤber ihre Schulter blickten; das Bild war nicht auf einem einzigen Stuͤck Glaſe dargeſtellt, ſondern die verſchiede⸗ nen Theile deßelben waren bemerklich genug zuſammengekittet; nun hatte ein Rothkehlchen, mit dem dieſen Voͤgeln eigenthuͤmlichen Drange nach menſchlicher Geſellſchaft, ſich's einfallen laßen, ſein Neſt in eine große Kokos⸗Nuß⸗Schale zu