Dalton zuckte krampfhaft zuſammen, als er ſich von ſeinem eigenen Kinde einen Fremden nen⸗ nen hörte; Robin hatte ſich entfernt, ohne eine Antwort zu geben.„Warum mich einen Frem⸗ den heißen?“ ſagte der Fremde, ihre Hand er⸗ greifend, mit der tiefen, gebrochenen Stimme, welche den innerſten Schmerz eines zerriſſenen Gemüthes verräth,„Ihr habt mich ſchon frü⸗ her geſehen.“
„Ja, lieber Herr, die Nacht vor meiner theu⸗ ren Lady Tod; es iſt eine ſchlechte Vorbedeu⸗ tung, wenn man Fremde zum erſtenmale ſieht, wo der Tod weilt. Ich danke Euch, Sir, ich will nicht ſitzen; darf ich nicht Robin nachge⸗ hen?“.
„So zieht Ihr Robin mir vor?“
„Warum ſollte ich nicht? Ich kenne Robin ſo lange, und er kennt meinen Vater; und viel⸗ leicht kennt auch Ihr ihn, Sir; Ihr gleicht ei⸗ nem Seemann, und ich bin überzeugt, auch mein Vater war einer. Kennt Ihr meinen Vater?“ — Das junge Mädchen vergaß ihre Furchtſam⸗ keit, faßte die Hand des Bucaniers und blickte ihn ſo bittend und rührend an, daß der Buca⸗ nier, wäre nicht eben Robin dazu gekommen, ſein Geheimniß verrathen hätte, ehe er noch, wie er ſich auszudrücken pflegte, ein freier Mann


