Teil eines Werkes 
1. Theil (1833)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

274

Ihr hättet dieſe Roſe nicht vor meinen Au⸗ gen zu zerreißen brauchen! Doch, tretet ſie nur mit Füßen, wie Ihr es mit meinem Herzen ge⸗ macht habt! Warum geht Ihr nicht zu Eurer Herrin?

Ihr ſeyd ſehr launiſch, Robin, bald ſanft, bald mürriſch; ich kann nur beten, daß der Herr Euch eingeben möge, meine Worte nicht zu miß⸗ deuten, und nicht eines armen Mädchens zu ſpot⸗ ten, welches nie einen böſen Gedanken gegen Euch gehabt hat.

Sie konnte nicht weiter ſprechen, denn die Thränen ſtrömten ihr über das Geſicht herab,

als ſie mit gebeugtem Haupte nach dem Hauſe b

zu wandelte. Aber Robins Stimmung hatte ſich ſchon geändert. 3

Ich bitte Euch um Verzeihung, Barbara, vergebt mir und bedenkt, daß, wenn mein Geiſt manchmal einen verkehrten Weg einſchlägt, es die Schuld meines verdammten Körpers iſt.

Fluchet nicht; es iſt die Gottloſigkeit Eurer Worte und, fürchte ich, auch Eures Lebens, die mich verletzt. O Robin, ſagt mir, wo mein Va⸗ ter iſt, daß ich ihn aufſuche, und ein Herz finde, dem ich vertrauen kann und das mir nicht immer Thränen koſtet. Meine Lady iſt immer traurig

und Ihr immer launiſch; ich bin eine zweifache